Die persönlich größte Schuhmodesünde der letzten Jahre war der Hype um die Crocs- Clogs. Für die Gartenarbeit und als Hausschuhersatz machen die quietsch bunten Treter ohne Frage eine gute Figur. Für den Alltag sehe ich ausschließlich eine Daseinsberechtigung an Krankenschwesterfüßen. Die originalen Holzclogs können meinetwegen an Fasching, Halloween und niederländischen Nationalfeiertagen getragen werden. Das sieht der Ghanaische König Nana Okrukata wohl alles ein bisschen differenzierter.
Der Anreiz für eine Clogs- Großbestellung seitens der Ghanaischen Regentschaft fand durch die friesische Hilfsorganisation Akwadaa Aseda statt. Diese Organisation unterstützt Projekte in Ghana und brachte als Gastgebergeschenk ein Paar Holzpantoffeln mit. Woraufhin der bis über allen Maßen begeisterte König 10.000 Paare bestellte. Er wiederum will die Treter in seinen Parteifarben als Wahlwerbemaßnahme verwenden.
Bis die Kampagne starten kann, müssen in den Niederlanden Clog- Hersteller mobilisiert werden, um der Bestellung Folge zu leisten. Für diesen Auftrag müssen so einige Bäume dran glauben. Aus diesem Grund sehe ich einen eindeutigen Vorteil in der Crocs- Produktion. Der Kunststoff ist ungiftig, haltbar, waschbar und zugegebenermaßen sehr bequem. Kunststoff schlägt Holz in Grund und Boden.
