Jeder kennt die berühmten Themen einer Mottoparty. Die üblichen Verdächtigen lauten Bad Taste, Mann/ Frau und Black’n’White. Solche Mottos versetzen Keinen mehr ins Staunen, sondern einfach nur ins Gähnen. Jedoch hat das Schwarz- Weiß- Genre es tatsächlich geschafft in einer altbekannten Branche erneut Fuß zu fassen. Die Kinoleinwände werden zurzeit von einem Schwarzweiß- Streifen erobert. Nicht nur das, hinzukommt noch, dass der Film fast ohne Stimmen auskommt. Wie zu alten Zeiten der Stummfilme werden Zwischentexte eingeblendet.
Dieser Film ist eine Hommage an das Kino, welches unsere Generation so gar nicht mehr kennt und doch zeigt das Publikum reges Interesse an dem Projekt. Die Geschichte von „The Artist“ erzählt von einem Schauspieler in den 1920ern namens George Valentin, der sich der Entwicklung zum Tonfilm nicht beugen will. Durch einen Zufall macht er eine seiner eigenen Fans berühmt, die sich dann auch noch einen Namen im Tonfilm machen kann. Das Spektakel ist sicherlich nicht die Story, sondern lediglich der Mut und die Idee einer Stummfilmrealisierung.
Wie man es aus den goldenen Zwanzigern vom Hörensagen kennt, wird viel getanzt, Emotionen großgeschrieben und auf Mimik und Gestik viel Wert gelegt. Natürlich muss man auf die Körpersprache hoffen, wenn nicht gesprochen wird. Allerdings dreht es sich hier um echte Dramaturgie und kann richtig mit fiebern. Die Kostüme sind auch nicht zu verachten. Der Smoking tritt wieder in ein ganz anderes Licht voller Glamour und Starallüren. Dieser Film verhilft der Mode der 20er Jahre zu neuem Ruhm!