Überraschungen kommen oft unverhofft. Wer heute Morgen allerdings Süßigkeiten, Nüsse, Mandarinen, Spekulatius und andere Leckereien oder Aufmerksamkeiten in seinen Schuhen vorfand und trotzdem erstaunt war, hat wohl den Nikolaustag vergessen. Traditionell stellt man seine Fußbekleidung am 5. Dezember abends vor die Tür und es erwartet eine kleine Geste von dem Nikolaus. So macht sich wohl Schuhgröße 45 beliebter
Diejenigen, die allerdings dem Trend eines hohen Stiefelschafts nachgegangen sind, hatten diesbezüglich auch nur Vorteile. Sofern der Stiefel bis zum Rand gefüllt wurde, konnte nur ein Checkpott aus Schlemmereien entdeckt werden. Ein langer Stiefel zahlt sich aber auch noch in anderen Situationen aus. Ich will, beispielsweise, selbst im Winter nicht auf den geliebten Minirock verzichten. Damit die Knie nicht ins Schlottern kommen, ziehe ich deshalb extra hohe Stiefel mit der obligatorischen Wollstrumpfhose an. Dabei muss nur beachtet werden, dass die Oberschenkel nicht plump aussehen. Des Weiteren trage ich in diesem Winter einen Kurzmantel und verlängere durch die Hose in den hochgeschnittenen Stiefeln optisch meine Beine. Wenn der Stiefel zum Hochschnüren ist, kann man auch seine sportlichen Waden etwas verschmälern. Generell ist bei der Form darauf zu achten, dass der umfangkleinste Bereich des Beines eng anliegt. In den meisten Fällen sollte das der Knöchel sein. Wenn hier im Achillessehnen- Bereich zu viel Spielraum ist, wirkt das Bein sehr stämmig.
Aber egal ob Schnürstiefel oder Schlupflatschen, warm sollten die Wintertreter allemal ausfallen. Wem das Teddyfell in den Stiefeln nicht genug sein sollte, setzt, wie ich, auf Oma’s selbstgestrickte Socken. Wem aus seinen Schuhen nichts Süßes entgegensprang, erwartet wohl noch heute ein Besuch vom Knecht Ruprecht.


